SEA ENERGE beweist wieder einmal seine Qualität - Teil 2

(RWO-SHR NEWS Nr.65)


"Human-Biomonitoring-Studie in Österreich"

Im Rahmen des 7. Fachgesprächs Umwelt & Gesundheit am 25. 5. 2011 wurde eine Studie mit dem Titel "Schadstoffe im Menschen: Ergebnisse einer Human-Biomonitoring- Studie in Österreich" vom Umweltbundesamt präsentiert. Als Human-Biomonitoring (HBM) bezeichnet man das Verfahren zum Nachweis bestimmter Stoffe im Körper bzw. in Stoffwechselprodukten. Dadurch kann die Belastung des Menschen mit Schadstoffen (z.B. Schwermetallen oder organischen Verbindungen bzw. dazugehörigen Abbauprodukten) in beispielweise Harn, Haaren, Blut, Speichel oder Muttermilch, aber auch Gewebeproben gemessen werden.

Diese Studie ist die erste repräsentative Untersuchung auf Industriechemikalien und organische Schwermetallverbindungen in Österreich. Aufgrund aktueller chemiepolitischer Diskussionen wurden Phthalate (bzw. Metabolite) ebenfalls als Untersuchungsstoffgruppe für diese Studie ausgewählt. Das Ergebnis zeigt, in allen untersuchten Harnproben (50 Frauen, 50 Kinder) waren die Produkte des Stoffwechsels (Metabolite) nachweisbar. Besonders häufig wurden Metabolite von DEHP, DEP, DiBP und DnBP sowie DBzP erfasst. Ein weiteres Ergebnis ist, dass Kinder mit Phthalaten höher belastet sind als deren Mütter. Das Umweltbundesamt argumentiert die mögliche Ursache folgendermaßen: einerseits kann dies auf das Verhalten der Kinder wie z.B. Spielen und Kontakt mit Hausstaub, und andererseits auf die höhere Nahrungsaufnahme im Vergleich zum Körpergewicht zurückzuführen sein.

"Kitas unter der Lupe - Zukunft ohne Gift"

Zum Thema "Kinder und Kontakt mit Hausstaub in Kindertagesstätten" hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) durch die Aktion "Kitas unter der Lupe - Zukunft ohne Gift" eine weitere Analyse durchgeführt:

BUND hat im Sommer 2010 mit der Aktion "Kitas unter der Lupe - Zukunft ohne Gift" begonnen. Die Kindertagesstätten konnten Staubproben aus ihren Einrichtungen kostenlos durch ein Labor auf Weichmacher testen lassen. Ziel dieser Aktion ist es, auf die Belastung von Kleinkindern durch Schadstoffe aufmerksam zu machen. Nach knapp einem Jahr haben sich bundesweit rund 160 Kindertagesstätten an dieser Aktion beteiligt. Die Analyse zeigt leider keine zufriedenstellenden Ergebnisse: Die Kindertagesstätten sind überdurchschnittlich hoch mit hormonellen Schadstoffen belastet. Im Hausstaub aller Einrichtungen wurden Phthalate nachgewiesen – teilweise in sehr hohen Konzentrationen.

Die Ursache für diese hohe Belastung von Phthalaten sind vor allem Einrichtungsgegenstände aus Weich-PVC (z.B. PVC-Fußböden, Vinyltapeten, Turn- und Schlafmatten, Tischdecken aus Plastik, Möbelpolsterungen aus Kunstleder, sowie diverses belastetes (altes) Spielzeug).

Wir kaufen nicht von denen, die uns verkauft haben

Das Unsicherheitsgefühl steigt weiter, denn es scheint - wie die Analyse von BUND gezeigt hat - dass trotz EU-weitem Verbot zum Schutz von Kindern die Exposition der Phthalat-Metabolite nicht vermeidbar ist. Die Diskussion über Phthalate ist zwar nicht neu und nur die Spitze eines Chemiepolitik-Eisbergs, aber es sind bereits einige "Verbesserungen" zu beobachten (z.B. zahlreiche alternative Produkten, strengere Richtlinien, mehr Informationszugang über Schadstoffe sowie mehr Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein). Sowohl im Gesundheits- als auch im Umweltschutz können wir als Konsumenten mehr Verantwortung der Hersteller fordern bzw. erzwingen. Nur mit steigendem Bewusstsein kann sich die tatsächliche "wahre" Qualität durchsetzen. - Stichwort: Wir kaufen keine Werbesprüche!!



Quellen:
Umweltbundesamt Österreich: Schadstoffe im Menschen
Bund: Freunde der Erde - Zukunft ohne Gift : Fakten und Hintergründe
Greenfacts: Fakten über Umwelt und Gesundheit: Phthalate
Greenpeace: Phthalate
Greenpeace: Schadstoffe in Kosmetik vermeiden
Greenpeace: Schadstoffe in Kosmetik vermeiden
Umweltbundesamt Deutschland: Phthalate - Die nützlichen Weichmacher mit den
unerwünschten Eigenschaften


... Teil 1


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