30 Jahre RWO-SHR in Japan

Internationaler Austausch mit RWO-SHR Freunden aus Japan

Ende November 2015 feierte RWO-SHR Japan ihr 30-jähriges Jubiläum. Agnes Tschen und das RWO-SHR-Team Innsbruck sind seit Jahren mit den Kollegen aus Japan freundschaftlich verbunden und im fachlichen Austausch. Zuletzt nahm eine Delegation aus Japan am 20-jährigen RWO-SHR-Jubiläum in Innsbruck im Jahr 2013 teil. Deshalb reiste eine fünfköpfige RWO-SHR-Gruppe inklusive Agnes und Buo-Shien Tschen zur Jubiläumsfeier nach Tokyo, um den japanischen Freunden Respekt und Wertschätzung für die erbrachten Leistungen der letzten 30 Jahre zu zeigen. Gleichzeitig war die Jubiläumsfeier eine gute Gelegenheit den fachlichen Austausch wieder zu intensivieren und auch mit der neuen, jüngeren Generation im RWO-SHR Japan Kontakte für zukünftige Kooperationen zu knüpfen.

Das RWO-SHR Gesundheitszentrum in Tokyo ist das Herzstück, Forschungs- und Ausbildungszentrum für die RWO-SHR-Methode in Japan. Innerhalb der letzten 30 Jahre haben sich, ausgehend vom zentralen RWO-SHR Gesundheitszentrum, rund tausend weitere Praxen in ganz Japan gegründet, die die RWO-SHR-Methode anbieten und verbreiten. Die Praxen sind als Partnerschaften zum zentralen Institut organisiert.

Gleich nach unserer Ankunft in Tokyo wurden wir herzlich von den japanischen Kollegen willkommen geheißen und gemeinsam mit der taiwanesischen Delegation zu einem traditionellen japanischen Essen eingeladen. Das heißt Schuhe ausziehen, am niedrigen Tisch Platz nehmen und einen ersten Eindruck in die raffinierte und vielfältige japanische Küche genießen. Traditionellerweise wird japanisches Essen in kleinen Portionen serviert, nicht vergleichbar mit österreichischen Hauptspeisenportionen. Dadurch isst man bei einem Menü vielfältige, ganz unterschiedliche Gerichte ("Bento"), von Sashimi, Fondue, Tofu in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und Konsistenz, die traditionelle (Buchweizen-)Nudelsuppe "soba", usw. Japanisches Essen ist sicherlich ein ganz großes Highlight eines Japanbesuchs.

Auch typisch japanisch ist die Geschenks-Kultur. Jede/r bekommt von jeder/m (oder jeder Gruppe) ein kleines Gastgeschenk, auch wenn wir uns teilweise an diesem Abend das erste Mal gesehen haben. Die Fotos zeigen die taiwanesischen RWO-SHR VertreterInnen (inklusive RWO-SHR-Präsident Thonet Tschen), die Innsbrucker Reisegruppe und unsere japanischen Gastgeber. Wir wurden unglaublich herzlich und freundlich willkommen geheißen. Eine Gastfreundschaft, die wir sehr schätzen. Unser erster Abend in Tokyo war ein besonderes Highlight.

Am nächsten Tag nahmen wir an der Konferenz zum 30-jährigen Jubiläum teil. Aus diesem Anlass sind aus ganz Japan VertreterInnen der RWO-SHR-Methode zusammengekommen, insgesamt über 200 Personen. Die Vorträge haben das große Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten der RWO-SHR-Methode gezeigt, vom klassischen Therapieeinsatz über vorbeugende Gesundheitsförderung für ältere Menschen, Kombinationen mit Gymnastik- und Turnsport bis zu Unterstützung in der Katastrophenhilfe. Präsident Thonet M.S. Chen gab einen Überblick über die RWO-SHR Geschichte in Japan, via Videointerviews waren Pater Eugster, Ing. Josef M.S. Tschen (Gründer RWO-SHR Forschungsinstitut Int./ über die Bedeutung von SEA ENERGE) und Herr Yang Ming Ming (RWO-SHR China; "China Zudao"/ über die RWO-SHR Entwicklung in Festland China) Teil der Jubiläumsfeier. Agnes und Buo-Shien Tschen berichteten in ihrem Vortrag über das Zentrum in Innsbruck und die Herausforderungen und Zielsetzungen für die Zukunft.

Nach den Vorträgen folgte die feierliche Auszeichnung von langgedienten MitarbeiterInnen (teilweise Gründungsmitglieder). Das anschließende Abendprogramm umfasste traditionelle Tanzvorführungen, Fitnessübungen auf einem Fußreflex-Brett, Musik, viele Fotos und freundliche Gesichter. Fünf Minuten vor dem offiziellen Ende laut Programm war die Veranstaltung zu Ende. Die Blumen des Blumenschmuckes wurden danach aufgeteilt, jeder konnte sich drei Blumen mit nach Hause nehmen, sogar Verpackungspapier lag bereit. Effizient und organisiert, wie fast alles in Japan.

Der Veranstaltungstag war für uns sehr intensiv und voller Eindrücke. Interessant zu beobachten, wie sich unterschiedliche Generationen treffen und die RWO-SHR-Methodik sie verbindet. Auch die zahlreichen Tätigkeitsbereiche und die große Anzahl an RWO-SHR-Praxen haben uns beeindruckt. Es war für uns eine Inspiration und Motivation für die Arbeit des RWO-SHR Gesundheitszentrums in Innsbruck.

Am nächsten Tag besuchten wir gemeinsam mit der taiwanesischen Delegation den Kaiserpalast, das eigentliche Zentrum Tokyos. Nach dem Besuch des "Asakusa"-Schreins haben wir bei einer Schifffahrt auf dem "Sumida"-Fluss einen anderen Blick auf die scheinbar unendlich große Stadt gewonnen, um abschließend auf dem Tokyo Tower die abendliche Aussicht auf Tokyo zu genießen.

Anschließend startete unsere individuelle Erkundungsreise in Tokyo, ein Teil der Reisegruppe hat noch eine Rundreise in Zentraljapan gemacht und Kyoto, Osaka, Kobe, Nara und Yokohama besucht. Von der Reise haben wir viele neue Eindrücke und Erfahrungen mitgenommen. Vor allem waren wir von der Freundlichkeit der Japaner begeistert. Egal ob bei der Jubiläumsfeier, im Taxi oder im Supermarkt, überall wurden wir freundlich begrüßt und behandelt. Auch die Sauberkeit Japans auf öffentlichen Toiletten und selbst auf der Straße und am Gehsteig ist beeindruckend. Obwohl es kaum Mistkübel im öffentlichen Raum gibt, gibt es weder Papierschnipseln noch Zigarettenstummel auf der Straße. Jede/r nimmt seinen Müll selber mit und entsorgt ihn entsprechend.

Japan hat rund 127 Millionen EinwohnerInnen, davon ist rund ein Viertel über 65 Jahre alt. Japan ist bekannt für seine hohe Lebenserwartung. Die Gesellschaft ist aber zunehmend mit einer starken Überalterung konfrontiert. Es gibt spezielle Angebote und Infrastrukturen für ältere Menschen, z.B. Barrierefreiheit, anti-rutsch Böden in Badezimmern, ein eigenes Shopping-Center für Ältere. Gleichzeitig führen die Überalterung und die geringe Geburtenrate zu einer deutlichen Schrumpfung der japanischen Bevölkerung.

Rund 90% der japanischen Bevölkerung lebt in Städten. Die Bevölkerungsdichte ist in den Städten daher extrem hoch. Natürlich ist Tokyo als eine der größten Agglomerationen der Welt sehr dicht bebaut, es bestehen nur geringe Gebäudeabstände und große Gebäudehöhen. Die U-Bahn und teilweise auch Straßen verlaufen auf Stelzen in der Höhe des 5. oder 6. Stockwerks, teilweise sogar mehrere Straßen übereinander. Große Parkanlagen, die wir noch in der wunderschönen Herbstfärbung gesehen haben, gleichen die dichte Bebauung etwas aus. Auch die Tempelanlagen sind meist von tollen Gärten umgeben.

Wir haben auf alle Fälle eine spannende, aufregende Zeit in Japan verbracht.
Über die nächsten RWO-SHR-Reisen informieren wir euch gerne rechtzeitig und hoffen wieder auf rege Teilnahme!






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